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Das Kreuz und die Frage nach einem Heilmittel

Wie lange noch? Ostern steht dieses Jahr unter dem Vorzeichen der Corona-Krise. Trotz des wunderschönen Wetters und den Möglichkeiten die Natur zu genießen, erinnern uns die Spielplatz-Verbote, die Atemschutzmasken und der ausgefallene Verwandtenbesuch daran, dass die Krise noch lange nicht ausgestanden ist.

Wieso? Weil ein passender Impfstoff, oder ein geeignetes Medikament noch nicht gefunden wurde. Während die Symptome mehr und mehr erforscht sind, die Diagnose durch geeignete Tests gestellt werden kann, fehlt es noch an der Lösung: dem Heilmittel. Die Suche danach läuft auf Hochtouren.
Auch die Wirtschaft ist angeschlagen und Betriebe leiden unter der Krise, sodass Finanzspritzen verabreicht und Erste-Hilfe-Maßnahmen ergriffen werden, in der Hoffnung, dass diese durch die Durststrecke verhelfen.

Die Symptome gesundheitlicher und finanzieller Art sind offensichtlich, die Diagnose gestellt und an den Heilmitteln wird fieberhaft gearbeitet. Auch Ostern zeugt von einem Heilmittel für eine Krise. Einer Krise der gesamten Menschheit, deren einziges Heilmittel die Kreuzigung Jesu Christi und dessen Auferstehung ist. Eine brutale Kreuzigung als Heilmittel? Wie kann das sein?

Die Symptome sind offensichtlich. In den täglichen Schlagzeilen hören wir von Kriegen, humanitären Krisen, Kriminalität und vielen weiteren Ungerechtigkeiten.

Das gleiche gilt auch im Persönlichen. Freundschaften zerbrechen, Ehen gehen auseinander, Nachbarschaftsstreit kommt wegen Belanglosigkeiten auf und selbst bei Familientreffen oder im Urlaub, wo die Umstände doch scheinbar perfekt sind, ist Streit vorprogrammiert. Ok, sagst du jetzt, wir bekommen das schon hin. Im Grunde sind wir doch gute und vernünftige Menschen, die eine gemeinsame Lösung finden werden! Doch ist das – im Anbetracht der Geschichte – eine realistische Antwort darauf?

Jesus selbst legte den Finger in die Wunde, als er die Diagnose für die menschlichen Probleme stellte:

„Er sprach aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft.
All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen.“

Markus 7,20-23

Jesus „räumte“ weder politisch auf, noch zettelte er eine Revolution an, um eine bestimmte Regierung oder ein politisches System durchzusetzen. Nein, Jesus machte den Menschen, dich und mich, als das Problem aus. Genauer gesagt unser Herz, von dem unsere bösen Gedanken und Taten ausgehen. Den Menschen, der von Gott und seinen Geboten nichts wissen will, sondern nach der Befriedigung seiner Lüste strebt und Gott höchstens in ein religiöses Korsett packt. Den Menschen, der meint am besten zu wissen, was er braucht, statt Gott zu vertrauen, dass er unsere Seele kennt und alles was wir nötig haben viel mehr durchblickt. Kurzum: Ein Leben fernab von Gott. Gott ersetzt durch das Ich. Das Ergebnis: Kaputte Beziehungen, Sinnlosigkeit und die ständige Suche nach Befriedigung der Seele. Jesus kannte das Problem: Die Krankheit des Menschen ist seine Sünde, seine Schuld, sein Egoismus, sein Abwenden von Gott.

Doch wer hört diese Diagnose schon gerne? Lieber suchen wir einen Arzt, der nicht ganz so tief in der Wunde bohrt und dessen Diagnose nicht ganz so niederschmetternd und entlarvend ist! Oder wir ignorieren die Symptome und reden uns ein, es sei alles in Ordnung. Wir bestimmen, was gut und richtig ist und sprechen uns selbst gerecht. Genauso taten es zu der Zeit Jesu die Pharisäer. Jesus entgegnete ihnen:

„Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken. … Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.

Matthäus 9, 12+13

Jesus, der viele Menschen heilte, kam nicht nur für die körperlich Kranken. Sondern v. a. für die geistlich Kranken, die ihren Egoismus einsahen und sich der Notwendigkeit einer Umkehr zu Gott bewusst waren. Ja, für die Menschen, die anerkannten, dass sie sich eine Schuld vor Gott aufgeladen hatten. Genauso kam Jesus auch für die, die heute anerkennen, dass mit ihnen etwas nicht stimmt und sie Heilung für ihre Seelen brauchen. Er ruft auch dich zur Buße, zur Abkehr von deinem Egoismus und zur Umkehr zu Gott auf. Und er kam, damit wir Gott überhaupt unter die Augen treten können. Denn eine Schuld muss getilgt werden. Gott ist gerecht und um Gemeinschaft mit ihm zu haben, müssen auch wir gerecht gesprochen sein. Und genau darum kam Jesus. Er – der Schuldlose, der Gerechte, der Sohn Gottes – kam, um unsere Schuld zu tragen und uns vor Gott zu rechtfertigen. Daran erinnert Karfreitag.

 „Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist,“

1. Petrus 3,18

Jesus starb am Kreuz, um deine Schuld und deine verdiente Strafe zu tragen. Er tat es freiwillig, aus Liebe, und nicht, weil er wegen der Meute dazu gezwungen wurde. Und er wurde von Gott, dem Vater, auferweckt, hat den Tod besiegt. Gott sandte seinen Sohn, damit du nicht mit deiner Schuld sterben musst, sondern ewige Gemeinschaft mit ihm und seinem Sohn Jesus Christus haben kannst:

„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“

Johannes 3,16

Jesus, der Sohn Gottes, ist das Heilmittel für dein Problem mit Gott. Doch das passende Heilmittel bekommt man nur, wenn man sich an einen Arzt wendet und das Heilmittel wirkt nur dann, wenn man es einnimmt. Jesus lädt dich ein, zu ihm zu kommen, damit deine Schuld vergeben wird und du mit Gott versöhnt wirst. Das Kreuz ist das Heilmittel. Das Heilmittel, das deiner Seele Ruhe geben kann, weil es dich in die Gemeinschaft mit Gott, dem Vater, bringt.

„Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen“

1. Petrus 2,24

Das ist Ostern.

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