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Rückblick auf komische Ostern

Wir schreiben das Jahr 30 nach unserer Zeitrechnung. Ganz Israel ist von den Römern besetzt. – Ganz Israel? Nein! Eine kleine jüdische Gruppe hat ihren ganz eigenen König, unabhängig vom großen römischen Reich und erobert mit ihm Stück für Stück die ganze Erde …

Diese Tage feiern viele Christen Ostern sicher anders als sonst. Auch wir: Familienbesuche fallen aus, wir sehen Freunde nicht mehr als die kurze Zeit irgendwo online. Doch eines gilt trotzdem: die frohe Oster-Botschaft bleibt! Vielleicht tut sie das sogar umso mehr.

Ich blicke jedoch in ein noch viel merkwürdigeres Oster-Jahr zurück. Wir wollen einen Zeitzeugen zu Wort kommen lassen, der den meisten wohlbekannt sein dürfte: Petrus. Nicht nur für ihn war es damals ein besonderes Jahr, sondern für sein ganzes Volk.

Die Fakten sprechen

Die Zeiten für die jüdische Bevölkerung sind hart. Die eigene Souveränität ist dahin, es sind Steuern an Rom zu entrichten, selbst die eigene Gerichtsbarkeit ist den Israeliten genommen. Und Gott? Gott scheint weit weg zu sein. Lange schon hat er nicht gesprochen.

Das Volk wartet auf Rettung. Viele treten auf und behaupten, sie wären etwas Besonderes, von Gott gesandt. Manche laufen ihnen nach, um nachher festzustellen, dass es ein Reinfall war.

Doch da ist einer, der hervorsticht – Petrus ist sich sicher. Die Fakten bestechen: er ist ein echter Mann Gottes – Jesus von Nazareth!

Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!

Matthäus 16,16

Fast zwei Jahre ist Petrus nicht mehr von seiner Seite gewichen. Vor seinen eigenen und aller Augen hat dieser Mann Wasser zu Wein gemacht, ihm, dem Fischer, das Fischen gelehrt, Blinde sehend, Lahme gehend gemacht, Armen die frohe Botschaft verkündigt und Tausende Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen gespeist.

Doch er wundert sich, warum nicht mehr Leute es erkennen.

Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens.

Johannes 6,68

Stattdessen beobachtet er, dass viele Jesus wieder verlassen, weil er seine Nachfolger herausfordert, zu harte Worte spricht. Petrus beobachtet, dass Jesus zunehmend in Streitgespräche verwickelt wird, die obersten Priester und Gelehrten mit seiner Lehre nicht einverstanden sind, ihm nachstellen, Pläne schmieden.

Es wird gefährlich, mit Jesus unterwegs zu sein. Am Ende wird er sogar verraten von seinen engsten Leuten, er wird verhört, zu unrecht beschuldigt, verhöhnt, verlacht, geschlagen, gegeiselt und gekreuzigt und selbst Petrus muss feststellen, dass er nicht der ist, der er gemeint hat zu sein. Es geht so weit, bis Petrus selbst und seine Gefährten nicht mehr wissen, was sie glauben sollen.

Doch das letzte Wort war noch nicht gesprochen. Zuerst die Frauen, dann Petrus, dann zwei andere Jünger – dann alle 11 und schließlich mehr als 500 Leute auf einmal sehen den Auferstandenen. Jesus lebt! Er hat gesiegt!

Sie betasten ihn, essen mit ihm, reden mit ihm. Sie werden Zeugen dessen, wofür sie von Anfang an berufen wurden, der Auferstehung Jesu Christi aus den Toten. Sie haben sich nicht getäuscht: Er ist tatsächlich der Christus, Sohn Gottes, Retter von Sünde, Tor zum ewigen Leben.

Die Fakten sprechen. Bis heute.

„Wenn diese aufgescheuchte, verängstigte Apostelschar, die eben dabei war, alles wegzuwerfen, um in heller Verzweiflung nach Galiläa zu flüchten, wenn diese Bauern, Hirten und Fischer, die ihren Meister verrieten, verleugneten und dann kläglich versagten, plötzlich über Nacht sich in eine selbstsichere und heilsbewußte, überzeugte Missionsgesellschaft verwandeln konnten, die viel erfolgreicher nach Ostern als vor Ostern wirkte, so genügt keine Vision oder Halluzination, um solch einen revolutionären Umschlag zu erklären.“

Pinchas Lapide, Religionswissenschaftler

Auch nicht, dass die Jünger den Leichnahm gestohlen hätten, ein Vertuschungsversuch, der bereits in den Evangelien steht. Doch es war nur der erste der vielen erfolglosen seiner Art. Keine menschliche Theorie kann das de-facto leere Grab und die Begegnungen mit dem Auferstandenen schlüssig erklären.

„Kreuzigung, Tod und Grablegung Jesu gehören zu den am besten bezeugten historischen Ereignissen des ersten Jahrhunderts.“

Andy Bannister, Theologe

Die Botschaft an das Volk

Was die Auferstehung zeigt: Gott bleibt Sieger!

Gott aber hat ihn auferweckt, indem er die Wehen des Todes aufhob, weil er ja unmöglich vom Tode festgehalten werden konnte.

Apostelgeschichte 2,24

So sagt es Petrus später in seiner Predigt an tausende Juden. Am Kreuz hat die Menschheit gezeigt, was sie letztendlich für Gott über hat. Dort peitscht der ganze Hass der Menschen auf Gott herab, den Gott, wo Macht und Geld nichts zählen, der viel zu viel Aufsehen auf sich zieht, sich mit den Obrigkeiten anlegt, der Vorschriften macht, der einfach so viel besser ist als die Menschen; ins Privatleben eindringt, oberste Autorität beansprucht, der Gott, den die Menschen von Anfang an nicht wollten!

Die Menschen fahren alles auf, was sie können: die höchsten geistlichen und weltlichen Instanzen – die jüdischen Hohepriester und das römische Reich, Gerichte, Lügen, Folter und schließlich den Tod, um diesen Gott ein für alle Mal los zu werden. Es ist die dunkelste Stunde der Menschheit

Doch Gott bleibt Sieger. Dieser Mann, der nach dem festgesetzten Ratschluss und der Vorherbestimmung Gottes den Menschen preisgegeben war und er geht genau für die Menschen an’s Kreuz, die ihn dorthin gebracht hatten. Er lässt den Zorn Gottes über sich ergehen, den jeder von ihnen und von uns verdient hätte.

Und nun steht er da: auferstanden und in Herrlichkeit, mit allen, die ihn bezeugen. Die Auferstehung ist die finale Niederlage für alle, die gegen Gott streiten.

Der Herr hat zu meinem Herrn gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege zum Schemel deiner Füße!

Apostelgeschichte 2,34b–35 bzw. Psalm 110,1

Was sollen wir tun? Nach Petri Predigt ist der gute Rat der Apostel plötzlich sehr teuer.

Tut Buße, lasst Euch taufen auf den Namen Jesu Christi …

Kehrt um, weg von Euren bösen Taten und Gedanken, hin zu Jesus Christus.

… zur Vergebung der Sünden. (Apostelgeschichte 2,38)

Dieser Gott ist unglaublich! Wenn selbst bei seinen Kreuzigern noch Buße möglich ist, wie viel mehr bei jedem von uns!

Doch es ist eine dringliche Warnung, die das Wort Gottes uns gibt. Der Apostel Paulus erklärt der griechischen Welt in seiner Ansprache auf dem Areopag:

Über die früheren Zeiten der Unwissenheit hat Gott zwar hinweggesehen; jetzt aber läßt er den Menschen ansagen, dass sie alle überall Buße tun sollen; denn er hat einen Tag festgesetzt, an welchem er den Erdkreis mit Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er dazu ausersehen und den er für alle durch seine Auferweckung von den Toten beglaubigt hat.

Apostelgeschichte 17,30-31

Es ist dringlich, weil die Zeiten der Unwissenheit vorbei sind. Die Auferweckung ist eindeutig und sie spricht eine deutliche Sprache. Gottes Wort ist wahr. Und auch sein gerechtes Gericht über diese Erde wird einmal kommen. Niemand weiß den Tag. Jetzt ist noch die Möglichkeit zur Umkehr. Nutze sie.

Die frohe Botschaft

Die frohe Botschaft bricht wie ein Licht durch das Dunkel. Sie darf keines Wegs fehlen an Ostern! Um sie geht es ja! Gott ist Sieger. Er hat ein für alle Mal ein neues Kapitel dieser Welt aufgeschlagen: einen gangbaren Weg, von diesem Leben ins ewige.

Die Auferstehung ist eine unumstößliche Sicherheit für die, die sich Gott anvertrauen. Ja, alle Hoffnung würde sofort fallen, wäre die Auferstehung eine bloße Lüge. Doch die Fakten lassen sie umso fester stehen.

Gott aber hat ihn auferweckt, indem er die Wehen des Todes aufhob

Apostelgeschichte 2,24

Dies ist der zentrale Satz in der Predigt des Petrus und nicht nur dort: Es ist die zentrale Botschaft der Bibel. Sterben müssen wir, doch die Wehen des Todes sind aufgelöst. Jesus hat uns das ewige Leben erkauft. Es gibt beinahe kein Buch des neuen Testaments, in dem wir diese Aussage nicht an zentraler Stelle finden würden.

Und so gewiss es den Menschen bevorsteht (oder: bestimmt ist), einmal zu sterben, danach aber das Gericht, ebenso wird auch Christus […] denen, die auf ihn warten, zum Heil erscheinen.

Hebräer 9,27

Und wenn der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen in euch wohnenden Geist.

Römer 8,11

Wer sollte sie (die Gläubigen) verurteilen? Etwa Christus Jesus, der doch (für uns) gestorben ist, ja, mehr noch, der auferweckt worden ist, der zur Rechten Gottes sitzt und auch für uns eintritt?

Römer 8,34

Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns durch seine Macht auferwecken.

1. Korintherbrief 6,14

Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen, unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt ist für euch, die ihr in der Kraft Gottes durch den Glauben für die Errettung bewahrt werdet, die schon jetzt bereitsteht, um in der letzten Zeit geoffenbart zu werden.

1. Petrusbrief 1,3–5

Welch frohe Oster-Botschaft! Das Heil hängt nicht an uns, sondern an Christus. Der Ausgang ist bereits gewiss. Christus ist auferstanden.

Am Ende können wir mit dem König David sprechen:

Ich habe den Herrn allezeit vor meinen Augen gesehen, denn er steht mir zur Rechten, damit ich nicht wanke. Deshalb freute sich mein Herz, und meine Zunge frohlockte; zudem wird auch mein Leib in Hoffnung ruhen; denn du wirst meine Seele nicht im Totenreich belassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sieht. Du hast mir Wege des Lebens kundgetan; du wirst mich mit Freude erfüllen vor deinem Angesicht.

Apostelgeschichte 2,25b–28 bzw. Psalm 16,8–11

Auch heute kann dies jeder, der möchte, selbst erfahren. Jesus lebt! Er ist zu unserer Rechten, mit uns, seine Führung, Festigkeit und Sicherheit, gerade auch in diesen Zeiten. Es gibt Grund zur Freude in unseren Herzen und auf dem Mund über die unumstößliche, wunderbare Zuversicht – unabhängig von Zeit und Umständen.

Es ist eine ganz konkrete Hoffnung auf eine leibliche Auferstehung. Jesus Auferstehung war leiblich. Er war Fleisch und Blut. Auch die unsere wird es sein: eine neue Schöpfung. Es gibt sie, die Sicherheit der Seele in Jesus Christus.

Getrennt von Gott können wir nichts tun (vgl. Johannes 15,5). Das gilt noch mehr im Totenreich als auf der Erde. Wo kein Gott ist, ist ewiger Tod, doch die Seele des Christen wird das Totenreich überwinden.

Schlussgedanken

Petrus konfrontiert uns mit harten Fakten. Er ist einer von Gottes offiziellen zwölf Zeugen der Auferstehung, er hat den Auferstandenen selbst gesehen, betastet und mit ihm gegessen. Viele seiner Zeitzeugen haben zudem die Wunder Jesu gesehen und bezeugen das in den biblischen und manchen außerbiblischen Berichten.

Uns zeigt dies bis heute, dass Gott Sieger bleibt. Für seine Feinde eine klare Warnung zur Umkehr, für seine Nachfolger die Sicherheit zum ewigen Heil.

Wir schreiben das Jahr 2020 nach unserer Zeitrechnung. Die ganze Erde ist von einem tödlichen Virus beherrscht. – Die ganze Erde? Nein! Die kleine Gruppe der Christen behauptet, eine Lösung zu kennen auf jede tödliche Krankheit. Diese Lösung ist Jesus Christus – im Leben wie im Sterben.

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(Die komplette Predigt von Petrus gibt es zum Nachlesen in der Bibel, Apostelgeschichte 2,22–41)

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