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Sicherheit in stürmischen Zeiten

62,53 Euro. Nur noch 62,53 Euro. Nachdem der Wert meiner Kryptowährung zwischenzeitlich auf 120 Euro gestiegen war, hat die COVID-19-Pandemie ihn einbrechen lassen. Der Gegenwert ist auf die Hälfte geschrumpft. Von Verfechtern als krisensicher und gegenüber Turbulenzen an den Finanzmärkten als unabhängig gerühmt, haben Bitcoin und andere Kryptowährungen ihren Test nicht bestanden.

Sicher, der ein oder andere spekuliert, dass sich – wegen der geringen Preise nach den Panikverkäufen – gerade jetzt eine Investition lohnt. Natürlich in der Hoffnung, dass es bald wieder bergauf geht. Aber erleben wir nicht gerade, dass ein solches Planen immer auch Unwägbarkeiten miteinschließt, die wir Menschen nicht überblicken? Der Blick in die Zukunft und die vollkommene Kontrolle über die Gegenwart bleibt uns verwehrt. Kostenlos in die Hände gespielt bekommen, sind die Stellar Lumen (Kryptowährung) im Wert von 62,53 Euro für mich nur eine fiktive Zahl, die ich aus technischem Interesse verfolge.

Was aber wenn es nicht nur fiktiv ans Eingemachte geht? So wie es einige jetzt schon erleben? Gastronomiebetriebe kämpfen ums Überleben, Selbstständigen gehen die Aufträge aus, Landwirte suchen händeringend nach Erntehelfern – die Ernte wartet nicht — und in der Automobilindustrie lernen viele die Kurzarbeit kennen.

Noch läuft die Krisenbewältigung in Deutschland auf Hochtouren und die gegenseitige Unterstützung ist an vielen Orten vorbildlich. Noch animiert die Krise zu kreativen Lösungen und zu einer „Can-Do“-Mentalität. Doch die Prognose des ifo Instituts liest sich beängstigend: „Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist“, sagt ifo-Präsident Clemens Fuest. „Je nach Szenario schrumpft die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspricht Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro.“ Und weiter: „In den vom ifo betrachteten Szenarien könnten bis zu 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze (oder 1,4 Millionen Vollzeitjobs) abgebaut werden und mehr als sechs Millionen Arbeitnehmer von Kurzarbeit betroffen sein.“

Einige sind davon schon betroffen, für die anderen ist es noch ein „voraussichtlich“ und ein „könnte“. Doch Grund zur Sorge besteht und die Verunsicherung treibt in der Gedankenwelt ihr Unwesen. Was ist, wenn der Arbeitsplatz wegbricht? Was ist, wenn die Rücklagen nicht reichen? Was ist, wenn das Auto, das Haus, die Miete nicht bezahlt werden können? Was ist, wenn es trotz allem Fleiß und Einsatz nicht reicht?

Eine 100%-krisensichere Kryptowährung kann ich dir nicht anbieten und eine Versicherung gegen eine anhaltende globale Krise auch nicht. Doch diese Zeit ist eine Chance. Eine Chance anzuerkennen, dass wir trotz all unserer Mühe unser eigenes Schicksal nicht selbst in der Hand haben und, dass wir nicht für unsere eigene vollkommene Sicherheit sorgen können. Die Frage bleibt damit: Wo finde ich Sicherheit, wenn der Sturm an meiner Existenz rüttelt?

Die Bibel gibt die Antwort darauf:

„Besser ist’s, bei dem HERRN Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen; besser ist’s, bei dem HERRN Schutz zu suchen, als sich auf Fürsten zu verlassen!“

Psalm 118,8.9

Vollkommene Sicherheit finde ich weder bei mir selbst, noch bei anderen Menschen, selbst nicht bei den Großen („Fürsten“) unserer Zeit. Nein, wahre Sicherheit find ich nur bei dem, der über allem steht: Gott.
Paulus, von dem zahlreiche Bücher des Neuen Testaments stammen, erlebte in seinem Leben viele Notsituation: Mehrere Male Schiffbruch, Treiben auf dem offenen Meer, Hunger und Durst und viele mehr. Doch einer Sache war er sich sicher:

„Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“

Römer 8,38.39

Trotz all der erlebten Notsituationen war er zuversichtlich. Er wusste, dass, egal was passiert oder passieren wird, ihn nichts von Gottes Liebe scheiden kann. Er sah das Leben aus einer Ewigkeits-Perspektive, wissend, dass Jesus Christus durch die Auferstehung den Tod besiegt hat und alles für ihn letztendlich ein gutes Ende nehmen wird: Dass er bei Gott und Jesus Christus im Himmel sein wird und dass auch das aktuelle Leid ihm auf eine Weise zum Guten dienen wird. Zunächst lehnte Paulus Jesus Christus als Sohn Gottes ab. Doch Gottes Eingreifen brachte ihn dazu, dass er von seinem eigenen Sinnen umkehrte und sich zu Jesus hinwandte.

Was ist mit dir? Wo suchst du deine Sicherheit? An wen wendest du dich in dieser Zeit?

Quellen:

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